© Vonovia / Simon Bierwald

Zwischen Sprache, Quartiersarbeit und Bouletreff: Lorena stellt sich vor.

Lorena ist 25 Jahre alt und arbeitet seit 2024 als Werkstudentin für den Concierge-Service von Vonovia in Westerfilde. Parallel absolviert sie einen Doppelbachelor an der Ruhr-Universität Bochum in Koreanistik und Sprachverarbeitung (ehemals Linguistik). Seit Kurzem verstärkt sie außerdem das Redaktionsteam der Stadtteil-Website. Nora hat sie zum Interview getroffen.

Liebe Lorena, du bist jetzt ganz neu im Redaktionsteam für die Stadtteil-Website. Freust du dich auf deine neue Aufgabe? Hast du dir schon Gedanken darüber gemacht, welche Aufgaben du übernehmen bzw. über welche Themen du gerne berichten möchtest?

Ja, ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe. Ich schreibe total gerne und habe schon immer Spaß daran gehabt, mich mit Sprache zu beschäftigen. Deshalb passt das einfach gut zu mir.

Ich hoffe, dass ich durch die Arbeit im Redaktionsteam viele neue Kontakte knüpfen und spannende Geschichten kennenlernen darf. Besonders freue ich mich darauf, Menschen, die ich durch meine Arbeit im Quartier schon lange kenne, noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenzulernen und mehr über ihre persönlichen Geschichten zu erfahren.

Auch die Zusammenarbeit im Redaktionsteam finde ich spannend. In meiner bisherigen Arbeit bei Vonovia hatte ich zwar schon Kontakt zu vielen Akteuren im Quartier, allerdings eher im Rahmen der täglichen Zusammenarbeit. Jetzt habe ich die Möglichkeit, sie und weitere Akteure intensiver kennenzulernen und über ihre Projekte und ihr Engagement zu berichten.

Ein bisschen Berührung mit dem Journalismus hatte ich übrigens schon als Kind. Meine Tante hat bei der Zeitung gearbeitet und ich fand das Thema damals schon spannend.

Lorena Wolf über ihren Arbeitsalltag als Concierge in Westerfilde

Du bist seit 2024 im Quartier und hast die Aufgabe des Concierges am Gerlachweg 7/9 für Vonovia gemeinsam mit deinem Kollegen Dominik übernommen. Wie sieht deine tägliche Arbeit aus? Was gehört zu deinen Aufgaben?

Mein Kollege Dominik und ich sind die direkten Ansprechpersonen für die Bewohnerinnen und Bewohner unseres Quartiers. Die Menschen können sich mit allen Anliegen an uns wenden. Wir helfen beispielsweise beim Ausfüllen von Formularen, unterstützen bei Fragen zur Vonovia-Kunden-App oder vermitteln an die passenden Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner innerhalb von Vonovia. Manchmal kommen die Menschen aber auch einfach nur auf ein Gespräch vorbei. Gerade ältere Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich darüber, jemanden zum Reden zu haben. Das sehe ich auch als meine Aufgabe – einfach für die Menschen da zu sein.

Außerdem betreuen Dominik und ich gemeinsam den Bouletreff Westerfilde und kümmern uns mit um den PikoPark und die Grünflächen im Quartier. Gerade während der heißen Sommertage haben wir regelmäßig Pflanzen gegossen, damit alles gut durch die Trockenzeit kommt.

Auch bei Veranstaltungen wie dem Sommerfest oder dem Tag des Gartens unterstütze ich gerne. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei ein Mädchen, das ich bereits vom Bouletreff kannte. Ich habe ihr den PikoPark gezeigt und sie war total begeistert. Sie wusste vorher gar nicht, was sich dort alles befindet – obwohl sie ganz in der Nähe wohnt. Solche Momente zeigen, wie wichtig es ist, die Angebote im Quartier sichtbar zu machen.

Ihr Engagement beim Bouletreff Westerfilde

Du hast eben den Bouletreff angesprochen. Seit einiger Zeit betreust du gemeinsam mit Dominik dieses Angebot. Erzähl uns doch mal mehr darüber.

Den Bouletreff betreuen wir gemeinsam seit 2024. In dieser Saison findet er immer freitags von 13:30 bis 15:30 Uhr auf dem Bouleplatz am Kiepeweg statt. Gespielt wird von April bis Oktober und natürlich nur bei gutem Wetter.

Das gesamte Equipment bringen wir mit – von den Boulekugeln bis zur Punktetafel. Inzwischen hat sich eine feste Gruppe gebildet. Viele Kinder kommen regelmäßig vorbei und wir kennen sie alle mit Namen. Es ist schön zu sehen, wie sie sich spielerisch weiterentwickeln. Man merkt richtig, dass das Niveau mit der Zeit gestiegen ist. Natürlich ist auch weiterhin jeder herzlich willkommen, der bisher keine oder nur wenige Erfahrungen mit Boule hat.

Besonders freue ich mich darüber, wenn Kinder gerne wiederkommen. Ein Junge hat mir einmal erzählt, dass er lieber zum Bouletreff kommt, als zu Hause Playstation zu spielen. Solche Aussagen zeigen, dass das Angebot gut ankommt.

Natürlich möchten wir alle Kinder mitnehmen. Manche Mädchen spielen lieber unter sich und einige Kinder sind noch zu klein für die schweren Boulekugeln. Deshalb habe ich inzwischen auch Kreide dabei. Dann gehen wir gemeinsam ein Stück zur Seite und malen zusammen. So können auch die Kleinsten am Nachmittag teilnehmen und niemand bleibt außen vor.

Liebe Lorena, vielen Dank für dieses tolle Interview, dein Engagement im Stadtteil und viel Erfolg für deine neue Aufgabe im Redaktionsteam.

 

© Vonovia / Bierwald
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